Rotor Q-Rings

Posted: 27. Februar 2011 in Radsport

Ovale Kettenblätter „Bringen die wirklich was?“

Jeder mit dem ich seit dem letzten Jahr mal eine Runde gedreht habe hat mich gefragt. Es scheint als sind die ovalen Ketterblätter von Rotor in aller Munde. Grade bei den Triathleten, wo neues aus dem Bereich der Technik immer sofort hehypt wird. Wenn es um ein paar Watt mehr geht, ohne das man dafür trainieren muss dann ist das schon nicht schlecht. Eine Antwort auf die Frage kann nur ein Test liefern.

Ein kurze Suche bei Google bringt schnell ein paar Links von PDFs zu Tage, die auf der Rotor Seite hinterlegt sind. Dabei handelt es sich um Auszüge aus Zeitschriften, die sich genau die gleiche Frage gestellt haben.

Im RoadMagazine schreibt der Autor aus seiner eigenen Sicht, wie er die Rotor Q-Rings und die Osymetric auf der Straße empfand. Interessant ist der Vergleich, dass die weniger drastischen Q-Rings ein paar Watt besser waren, aber wenn man die Testbedingungen liest, dann ist das alles andere als ein genauer Test. Aber die Aussage, dass es sich besser, oder „stärker“ als mit normalen runden Blättern anfühlt kann ich nur bestätigen.

Das Magazin Procycling geht noch einen Schritt weiter und präsentiert respektive Studien, die auf eine Vorteil der ovalen Kettenblätter hinweisen. Auch auf die Frage, warum Pro Teams denn nicht mehr auf diese Systeme zurück greifen, wenn diese doch eine höhere Leistung zur Folge haben, wir beantwortet. Das Problem sei auf dieser Ebene des Sports ganz einfach das Sponsoring. Der Sponsor gibt vor was gefahren wird. Bei Shimano, Campa und Sram sind die Blätter halt rund und dann ist das so.

Aus meiner eigenen Sicht kann ich sagen, dass ich mir immer wieder die Q-Rings kaufen werde. Zur Zeit fahre ich eine Kombination aus Rund und Oval. Das hängt jedoch mit der Kurbel zusammen. Meine SRM K-Force hat zwei Lochkreise. Außen den Standart 130 und innen den Kompakt 110. Da ich außen ein 55 Q-Ring TT montiert habe (is ein Special Blatt mit 55 Zähnen) kann ich kein kleines kompaktes innen montieren. Also kommt innen eine 44er zum Einsatz, dass eigentlich für außen gedacht ist, aber gut, mit etwas gefummel passt das.
Der Grund warum kein kleiners Blatt möglich ist liegt zum Einen daran, dass der Käfig des Umwerfers hier ganz einfach den Höhenunterschied begrenz und zum Anderen die Kette nicht mehr zwischen den beiden Blättern umgeworfen werden kann. Der Umwerfer muss nachdem die Blätter auf der Kurbel sind sehr genau in dessen Position angepasst sein, damit die Kette nicht aufsetzt. Einmal ausgerichtet läuft die Sache aber wie ein Traum.

Wer also auf der Jagd nach ein paar extra Watt ist, der sollte hier unbedingt zuschlagen.

55er Rotor Aero Q-Ring

55er Rotor Aero Q-Ring

Es gibt eine ganze Reihe von Ausführungen. Dabei lohnt es sich alle Räder die man sportlich fahren möchte mit diesem System auszustatten. Ich habe da die Variante gewählt, dass ich die gesamte Kurbel immer wechsle. Also alle Innenlager sind gleich auf den Rädern und dann wird die Kurbel mit 3 Handgriffen auf das Rad geschraubt, dass ausgeführt werden soll. Hat dazu den charmanten Vorteil, dass man ,wenn man einen kabellosen besitzt, den Leistungsmesser immer an Board hat.

Bei meiner TT Variante musste ich leider auf Grund der Bauweise des PowerMeters von SRM mit der Säge ein paar Stücke entfernen. Kritiker werden natürlich jetzt wieder schreien, dass die Steifigkeit jetzt nicht mehr da wäre, aber sind wir mal ehrlich, das Blatt wird meistens nur konstant unter 400 Watt gefahren. Bei einem Sprinter würde sich das vielleicht bemerkbar machen, aber das sind wir Triathleten halt nicht.

Wer also mit dem Gedanken spielt und Geld in sein Rad investieren möchte und das möglichst so, dass ein Leistungsprofit heraus kommt, der sollte sich diese Kettenblätter zulegen!

Tim

Ein grade auf www.tri2b.com veröffentlichter Artikel schreibt von Wärme und schönem Wetter. Ding von denen die meisten Europäer wohl noch ein paar Tage träumen dürfen. Wer schon einmal in Thailand wird sich zwar im ersten Moment fragen, ob die Straßen wirklich für die filigranen Reifen eines Rennrades geeignet sind, jedoch scheint, dies ja laut dem Artikel kein Problem zu sein.

Als ich vor ein paar Jahren mal für einen Monat dort war, sind wir zwar mit dem Rucksack durch das Land gezogen, aber trotzdem habe ich dort die ein oder andere Strecke im Meer zurück gelegt und bin laufen gewesen. Auch von den Kosten, lässt es sich dort aushalten. Der eine Monat hatte grade mal 1400 € gekostet.Darin waren der Flug alle Unterkünfte, Inlandsreisen, jeden Abend Essen gehen und Kleidung enthalten. Grade bei dem Thema Kleidung kann ich nur sagen, dass man nur das Nötigste einpacken muss. Für ca 2,50 € kriegt man dort schon ein neues T-Shirt. da schleppe ich bestimmt nicht meine durch die halbe Welt!

Vor einiger Zeit bin ich bei der Suche nach dem perfekten Trainingslager mal auf der Seite der PIA (Phuket International Academy) gelandet. Das machte einen sehr guten Eindruck. Leider hatte ich keine Möglichkeit mir das ganze mal vor Ort anzusehen. Wenn schon mal jemand da war alle Infos sind willkommen! Vielleicht im nächsten Jahr.

Training auf der Rolle

Posted: 24. Februar 2011 in Radsport

Am Montag war die neue Ausgabe von inside Triathlon in der Post. Beim ersten Durchblättern viel mir direkt ein sehr interessanter Artikel über das „Training auf der Rolle“ auf. Intensive, kurz und vor alle fokussiert! Vielleicht bringt das Training doch mehr als nur einen eingeschlafenen Schritt ;-)

Mein Coach Olaf ist ja der Ansicht, dass jede Radeinheit sehr fokussiert ablaufen soll und einem intensiven Teil haben muss. Von langen Ausfahrten nach dem Stiel 4h GA1 hält er nur bedingt etwas. Eine ganz Reihe meiner Trainingskollegen verbringen Ihre Wochenenden im Sattel und Fahren selbst im Winter bei echt miesen Bedingungen 4h. Unglaublich. Ich habe dank eines Freundes mein MTB wieder fit gemacht und dann ging es am Dezember in den Wald. Fahrtspiel und vor allem Spaß war da angesagt. Da trennt sich dann mal schnell die Spreu vom Weizen. Berg hoch der Erste und runter dann erst mal wieder an die Grenzen des 26” Geschosses heran tasten.
Aber zurück zum Thema. Da es so langsam in die neue Saison geht, muss auch mal wieder das Training auf der Rolle sein. Film an und los. Ganz ohne Unterhaltung halte ich sonst nicht aus. Wer einen Leistungsmesser hat, der merkt auch schnell, dass ein Intervall auf der Rolle bei niedriger Kadenz eine ganz andere Herausforderung ist als auf der Straße. Da werden 5min mal schnell zu einer gefühlten halben Stunde. Aber Konzentration und durchhalten. Wie man an Andy Potts sieht es bringt wirklich etwas.

Kurz zu Potts aus dem Artikel der iT:
Andy trainiert seine Radeinheiten fast ausschließlich auf der Rolle. Erst seit kurzer Zeit geht es am Wochenende mal nach draußen, jedoch werden da vom Ironman Gewinner auch nur relativ kurze Einheiten von 3h bis maximal 4h gefahren.

Was heißt das jetzt für das eigene Training?
Man muss nicht immer draußen fahren. Wichtige Einheiten sollten auf etwa 1h bis 1,5h begrenzt sein und mit intensiven Intervallen gespickt sein. Das schockt mehr und der Trainingsreiz ist nicht zu verachten. Kein ewiges Anhalten, wenn mal eine Ampel kommt. Kein Rückenwind wenn man mit hoher Leistung fahren soll. Perfekt für die Vorbereitung. Daher einfach von Andy abgucken. 3 bis 4 mal die Woche drinnen und am Wochenende kann man dann mal eine längere Tour draußen fahren. Das macht einen grade vom Wetter unabhängiger. Denn Laufen bei Regen mag noch machbar sein, aber auf dem Rad kühlt man unter Umständen sehr stark aus.
Beispielsweise kann man ein sehr gutes Workout mit 15min Einfahren und 3 x 5min unterhalb der Schwellleitung mit 2min Pause fahren und dann noch 15min Cooldown anhängen.

Also Glotze vor die Rolle und ab!

Keep spinnig
Tim

Wechselzone der Profis

Posted: 24. Februar 2011 in TT Bikes

Manchmal ist es schon sehr seltsam wenn man sich die Räder der Profis im Triathlonsport anschaut. Die scheinen diese zu wechseln wie andere Ihre Unterwäsche.

Bei slowtwitch.com wurde die zur Zeit aktuelle Liste der Profis und deren Räder veröffentlicht. Auffällig ist das es wohl meist nur um die Interessen eines Sponsors geht. „Wes’ Brot ich es, des’ Lied ich sing.“ scheint das gängige Motto zu sein. Nur wenige Athleten bleiben bei einer Marke und wechseln zu dem aktuellen Top Modell. Dabei muss man natürlich auch berücksichtigen, dass in dieser Liste nur die Änderungen vermerkt sind. Interessant ist es aber doch schon alle mal. Denn bei viele Altersklassen Athleten gilt ja oft, dass man nur mit dem besten Material gute Ergebnisse erzielen kann. Und da haben sich Marken wie Cervélo, Scott, Specialized und Trek einen guten Namen gemacht. Aber anscheinend kann man ja auch mit anderen Marken eine spitzen Zeit erreichen. Da sind zum Beispiel Sebastian Kienle und die Raelert Brüder. Alle drei sehr starke Radfahrer mit sehr guten Zeiten 2010 und trotzdem geht es zu einer anderen Marke. Und wenn mich nicht alle täuscht, dann werden sie mit den neuen Rädern 2011 ähnlich spitzen Zeiten auf den Asphalt brennen.

Also vielleicht bei der Wahl des Rades nicht auf die Marke schauen, sondern auf das optische achten und die Sitzposition für einen passt.

So long
Tim